Lodz Ghetto
Werk
Asynchron. Dokumentar- und Experimentalfilme zum Holocaust ( )
USA
1988
Englisch
1989
LODZ GHETTO schildert die Geschichte des 1940 von den Nationalsozialisten errichteten jüdischen Ghettos im polnischen Łodź. Die Stadt war 1939 von den deutschen Truppen besetzt worden, im Februar des darauffolgenden Jahres wurden drei im Norden gelegene Viertel von Łodź zum Ghetto erklärt. Unter der deutschen Besatzung erhielt es den Namen ›Ghetto Litzmannstadt‹ (nach dem NSDAP-Mitglied Karl Litzmann). Von zentraler Bedeutung für das Ghetto war der sogenannte ›Judenälteste‹ Mordechai Chaim Rumkowski, der von den Nationalsozialisten als Vorsitzender des ›Judenrates‹ eingesetzt worden war. Als Leiter der vorgeblichen jüdischen Selbstverwaltung im Ghetto hatte er die Aufgabe, den Eingesperrten als Sprachrohr zu dienen. Der Film zeigt eindrücklich, dass Rumkowski jedoch blind für die Gefahren zu sein schien, die diesen Menschen und ihm selbst tatsächlich drohten. Für das Drehbuch zu LODZ GHETTO griffen Adelson und Taverna auf Tagebücher und andere Dokumente ehemaliger Ghetto-Insassen zurück. Der Film stützt sich außerdem auf die Publikation „Chronicle of the Lodz Ghetto“ des Historikers Lucjan Dobroszycki, eines Überlebenden des ›Ghettos‹, und auf Dokumente und Tagebucher weiterer Insassen wie beispielsweise Dawid Sierowiak, Oskar Rosenfeld und Oskar Singer.
