Kapita

Werk


Kapita
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Petna Ndaliko Katolondo    → Biografie anzeigen   
USA
2020
Kein Dialog
2021

„Ka-pi-ta“ ist der offizielle Titel, der einem Kongolesen verliehen wird, dessen Auftrag es ist, seine Landsleute im Namen seines weißen Herrn zu unterdrücken – auf Plantagen, in Fabriken, im Handel und an anderen Schauplätzen kapitalistischer Extraktion und Produktion. Einerseits ist die Geschichte der Ausbeutung im Kongo von der Kolonialzeit bis heute gut dokumentiert. Es gibt eine Vielzahl an Bildern der Kupfer- und Kobaltminen, die die industrielle Revolution antrieben, ebenso wie von den für die derzeitige elektronische Revolution unerlässlichen Coltan- und Niobiumminen. Doch so sehr sie sich bemühen Gewalt aufzudecken – solche Bilder machen die Motoren der Ausbeutung oft unsichtbar. KAPITA verbindet bearbeitete Archivbilder mit zeitgenössischen Aufnahmen und enthüllt so Strukturen des Aus- und Eingrabens in der kolonialen Repräsentation – und Ausbeutung – von Land, Menschen und Minen in Zentralafrika. Die historischen Filmaufnahmen werden ihrerseits zu Minen in denen der Film nach dem sucht, was sie verdecken: die von den auf weiße Haut geeichten Kameras in Luft aufgelösten Schwarzen Arbeiter*innen, der kollaterale Tod und die unter der Infrastruktur vergrabene Zerstörung. (Petna Ndaliko Katondolo)