Japon
Werk
Reygadas’ Spielfilmdebüt beginnt mit einer Autofahrt durch die Nacht und furiosen Klangwelten: Ein namenloser Mann mittleren Alters verlässt Mexiko-Stadt, um tief in der Natur seinem Leben ein Ende zu setzen. Er findet Unterkunft in der Scheune einer alten indigenen Frau namens Ascen, die auf einer Anhöhe über einer trostlosen Schlucht lebt. Sooft er die Pistole an seine Brust setzt, verlässt ihn der Mut. Gleichzeitig erlebt er mit, wie Ascens gerade aus dem Gefängnis entlassener Neffe ihre Scheune abreißen will, was sie schicksalsergeben hinnimmt. Beeindruckt vom Wesen der Frau, ergreift ihn ein neues, kühnes Verlangen, das ihn ins Leben zurückbringen könnte. Reygadas’ experimentell-verspielter Film zelebriert die Vision eines spirituell aufgeladenen Kinos, das sich wie im Seelenflug durch Natur, Räume und Traumvisionen bewegt.