A Tiny Place That is Hard to Touch
Werk
Eine anonyme Wohnung in Tatekawa, Tokio: Eine Amerikanerin beauftragt eine Japanerin mit der Übersetzung von Interviews zu Japans rückläufiger Geburtenrate. Die Amerikanerin bildet sich einiges auf ihr Wissen über Japan ein, die Japanerin leidet an einem selbstattestierten Überschuss an kritischer Distanz. Die beiden reiben sich, streiten, stoßen zusammen – in Liebe oder Lust. Als die Übersetzerin ihre Treffen mit Geschichten über eine mit dem Wissen ihres eigenen Untergangs infizierte Welt unterbricht, wird ihre Arbeit in Science-Fiction-Gefilde entführt. Dieses Stadtviertel hat bereits Zerstörung erfahren: In der Nacht des 9. März 1945 wurde es von amerikanischen Bomben ausgelöscht.
Der dritte Protagonist ist der Tatekawa selbst, ein von einer erhöhten Autobahntrasse überspannter Kanal, der an der Wohnung der Übersetzerin vorbeifließt und der dem Viertel seinen Namen gibt. In seinem Wasser, das in verzerrten blauen, grünen und schimmernd schwarzen Mustern die ihn umgebende Betonwelt reflektiert, transportiert er eine Prozession von Vögeln, Schuhen, Kondomen, Krabben, Plastiktüten, Blumen, großen und kleinen Fischen, Tod, Leben.
Der dritte Protagonist ist der Tatekawa selbst, ein von einer erhöhten Autobahntrasse überspannter Kanal, der an der Wohnung der Übersetzerin vorbeifließt und der dem Viertel seinen Namen gibt. In seinem Wasser, das in verzerrten blauen, grünen und schimmernd schwarzen Mustern die ihn umgebende Betonwelt reflektiert, transportiert er eine Prozession von Vögeln, Schuhen, Kondomen, Krabben, Plastiktüten, Blumen, großen und kleinen Fischen, Tod, Leben.