Special Works School
Werk
„Special Works School” war zwischen 1917 und 1919 der Codename des britischen Kriegsministeriums für eine Gruppe, die vom Militär beauftragt war, Camouflage-Techniken zu entwickeln: Maler*innen, Textilkünstler*innen, Szenograf*innen, Designer*innen und Bildhauer*innen. Diese Künstler*innen, allesamt in der Lage, ihre Umgebung mit äußerster Genauigkeit zu erfassen, hatten die Aufgabe, Dinge verschwinden zu lassen. Bambitchells Arbeit bezieht sich auf diese Militäreinheit und untersucht die Beziehung zwischen künstlerischer Praxis und Überwachungstechnologien. Die Installation stellt die Frage, was ein dezidiert ästhetischer Ansatz zum Thema Überwachung sichtbar oder unsichtbar machen kann. Indem sie hier selbst als ästhetische Praxis verstanden wird, hinterfragt die Installation die psychischen, verkörperten und materiellen Dimensionen von Überwachung – sowohl aus der Sicht des Überwachers als auch des Überwachten.