Das aggressive braune Wasser in den Leitungen des Herrn Professors
Werk
Professor Schneider-Essleben ist Besitzer eines Wohnhochhauses. Er hat allen Mietern gekündigt, weil die Wasserleitungen erneuert werden müßten Wir Filmer wollten die politisierten Mieterinnen in Ihrem Kampf unterstützen. Nach anfänglicher Unterstützung durch die Presse, drehte diese sich raum und tönte: „Ein großes Gedöns um gar nichts“. Die Mieterinnen waren inzwischen anderweitig untergekommen. Die Filmer standen allein auf weiter Flur und hatten sich quasi blamiert.
Bei der Vorführung in der Kunsthalle Düsseldorf hatte sich Schneider Essleben vergeblich um eine einstweilige Verfügung gegen die Aufführung bemüht. Die Kunsthalle galt damals als unantastbar gegen Bevormundung von außen, konnte sich aber mit dem filmisch nicht geglückten Ergebnis auch nicht mit Ruhm bekleckern. (Lutz Mommartz)