Chasing Houses
Werk
Das experimentell-dokumentarische Road Movie bewegt sich im Zwischenraum von Häuslichkeit und Mobilität. Durch die Weite des US-amerikanischen Westens folgt CHASING HOUSES mobilen Fertighäusern auf ihrem Weg vom Abriss zum Wiederaufbau. In fragmentarischen Begegnungen entfaltet sich eine Vielzahl von Lebensentwürfen und ökonomischen Gegensätzen: Eine Maklerin erzählt von ihrer Jugend als Las Vegas-Showgirl, ein Transporteur und Tea-Party-Anhänger erklärt den Kapitalismus, ein Wüsteneinsiedler zieht das Leben in seinem Trailer den Städten vor und Langzeit-Tourist*innen suchen als "Snowbirds" die Sonne. Vor der filmhaften Kulisse Monument Valleys beschreibt ein Navajo-Paar die realen Lebensbedingungen auf der Reservation. Im Spannungsverhältnis zwischen Hoffnungen und Perspektivlosigkeit eröffnet CHASING HOUSES Fragen nach Zuhause, Zugehörigkeit und der Aktualität des American Dream.
DIRECTOR´S STATEMENT
Als ich das erste Mal ein Haus auf dem Highway sah, war die Idee zum Film geboren. Die Widersprüchlichkeit des Bildes faszinierte mich. Es transportiert sowohl Freiheit als auch ein fragil gewordenes Gesellschaftssystem. CHASING HOUSES erfüllt manche Genreattribute des Road Movies, andere werden gesprengt. Es gibt Landschaft, Bewegung, Freiheit, es gibt aber auch Häuslichkeit, und große sperrige Dinge, die unterwegs sind. Auf unserer Fahrt folgten wir der Strecke von Easy Rider, dessen Tonspur in der Eingangssequenz zitiert wird. Mich interessiert, was am Rande der heldenhaften Erzählungen liegt. So ist Monument Valley ein ikonografischer Bildhintergrund aus ungezählten Filmen. Aber in keinem Film wird gezeigt, dass dort Menschen wohnen, und auch nicht, dass es auf dem Land der der Navajo liegt. CHASING HOUSES ist eine anthropologische Reise, eine Annäherung an ein soziales Gefüge und an eine Geisteshaltung in all ihrer Ambivalenz.
DIRECTOR´S STATEMENT
Als ich das erste Mal ein Haus auf dem Highway sah, war die Idee zum Film geboren. Die Widersprüchlichkeit des Bildes faszinierte mich. Es transportiert sowohl Freiheit als auch ein fragil gewordenes Gesellschaftssystem. CHASING HOUSES erfüllt manche Genreattribute des Road Movies, andere werden gesprengt. Es gibt Landschaft, Bewegung, Freiheit, es gibt aber auch Häuslichkeit, und große sperrige Dinge, die unterwegs sind. Auf unserer Fahrt folgten wir der Strecke von Easy Rider, dessen Tonspur in der Eingangssequenz zitiert wird. Mich interessiert, was am Rande der heldenhaften Erzählungen liegt. So ist Monument Valley ein ikonografischer Bildhintergrund aus ungezählten Filmen. Aber in keinem Film wird gezeigt, dass dort Menschen wohnen, und auch nicht, dass es auf dem Land der der Navajo liegt. CHASING HOUSES ist eine anthropologische Reise, eine Annäherung an ein soziales Gefüge und an eine Geisteshaltung in all ihrer Ambivalenz.