Et la lumière fut
Werk
And Then There Was Light
Und es ward Licht
Frankreich, Italien, BRD
1989
Otar Iosseliani inszeniert in einem Dorf im Süden des Senegal sein Ideal einer vorzivilisatorischen Gemeinschaft: Die Menschen sind sich selbst und einander nicht entfremdet, man lebt im Einklang mit sich und den anderen; die Gleichheit zwischen den Geschlechtern wird tatsächlich praktiziert, Traditionen werden gepflegt und polyphone Gesänge von jedem beherrscht. Das Auftauchen der Holzfäller aus Europa ist der Anfang vom Ende des Paradieses. Dorfbewohnerinnen, die sich um den Besitz eines Autoreifens streiten, und das Auftauchen von Versandhauskatalogen signalisieren den Beginn einer neuen Zeit. Iosseliani erzählt seine fiktive Geschichte, mehr noch als in seinen anderen Filmen, ganz in Bildern. Die Dialoge der Dorfbewohner (in Diola/Jola) bleiben weitgehend ohne Übersetzung. Wenige Texttafeln erklären wie im Stummfilm den Fortgang der Handlung. - Großer Preis des Venice International Film Festival 1989
