Was bleibt

Werk


Asynchron. Dokumentar- und Experimentalfilme zum Holocaust ( )
Gesa Knolle    → Biografie anzeigen   
Birthe Templin    → Biografie anzeigen   
Deutschland
2008
Deutsch

WAS BLEIBT thematisiert die innerfamiliäre Auseinandersetzung mit dem Holocaust. Durch die Montage entstehen Dialoge zwischen den Familienangehörigen einer jüdische-deutschen KZ-Überlebenden und denen einer KZ-Aufseherin. Fünf Frauen aus drei Generationen, deren Geschichten über das Frauenkonzentrationslager Ravensbrück miteinander verbunden sind. Erna de Vries überlebte Auschwitz und das Frauen-KZ Ravensbrück. Dem Versprechen an ihre ermordete Mutter, das Erlebte öffentlich zu machen, kommt sie bis heute nach. Sowohl ihre Tochter wie ihre Enkelin sehen es als ihre Aufgabe, die Geschichte ihrer Familie weiter zu tragen, gleichzeitig hadern sie mit diesem Erbe. Dietlinde erfährt erst als Jugendliche, dass ihre bereits 1945 gestorben, leibliche Mutter Aufseherin in Ravensbrück war. Bis heute versucht sie herauszufinden, was für ein Mensch ihre Mutter gewesen ist. Sie kann nicht aufhören, obwohl sie weiß, dass der Schmerz schlimmer wird, je mehr sie sich damit beschäftigt. Vielleicht auch deswegen reagiert ihre eigene Tochter mit Abgrenzung und Distanz auf diesen Teil der Familiengeschichte. „Die Verzahnung von Vergangenheit und Gegenwart wird allein durch die Erzählungen deutlich. Bewusst haben die Filmemacherinnen sich gegen die Montage von Schwarz-Weiß-Aufnahmen des Lagers oder Dokumentarmaterial entschieden. Die Klarheit, die daraus entsteht, wirkt wohltuend.“ (Ulrike Schneider, Jüdische Zeitung).