Haust
Werk
In HAUST sind die jungen Leute, ehemalige Kunststudenten in einer ostdeutschen Stadt, unter sich und ohne allzu viel Arbeit. Der Abschied aus dem Elternhaus liegt lange zurück, der Generationskonflikt fällt aufgrund von schwächlichen Autonomie-Behauptungen aus. Die hinausgezögerte Initiation findet vor allem unter Gleichaltrigen statt. Meike zündet den Kohleofen an und setzt sich an ihren Rechner, stellt Fotos frei, isst und schläft mit Würfel.
Über all dem hängt die Ahnung, dass der Job einen doch nicht ausfüllt, dass man nicht da ist, wo man sein sollte, und so wird den angeschliffenen Erwartungen noch genug persönlicher Drall mitgegeben, um zumindest die anderen aus der Bahn zu hauen. Die wahre Gerechtigkeit kommt immer spät, und man muss sich vorher tonnenweise Ungerechtes reinfressen.
Bevormundung, Berührung und Bestrafung ziehen in diese Haust-WG ein, entsprechende Abgrenzungen werden schwieriger und schmieriger. Wo keine Grenzen sind, agieren die Körper als reine Bedürfnisorganismen, denen man noch am meisten abnimmt. Polytheistische Chancengleichheit und ein weiterer Abend in der Kneipe. (Peter Wächtler)
Über all dem hängt die Ahnung, dass der Job einen doch nicht ausfüllt, dass man nicht da ist, wo man sein sollte, und so wird den angeschliffenen Erwartungen noch genug persönlicher Drall mitgegeben, um zumindest die anderen aus der Bahn zu hauen. Die wahre Gerechtigkeit kommt immer spät, und man muss sich vorher tonnenweise Ungerechtes reinfressen.
Bevormundung, Berührung und Bestrafung ziehen in diese Haust-WG ein, entsprechende Abgrenzungen werden schwieriger und schmieriger. Wo keine Grenzen sind, agieren die Körper als reine Bedürfnisorganismen, denen man noch am meisten abnimmt. Polytheistische Chancengleichheit und ein weiterer Abend in der Kneipe. (Peter Wächtler)