Egoland
Werk
Egoland ist eine liebevoll handgemachte Stop-Motion-Animation, die Knetfigurenmieter mit ihren privatisierten Papierhäusern in einen Dialog setzt. Mit „So wie Du aussiehst, kommst Du hier nicht rein“ wird eine Standardsituation der A-clip Staffel benannt, die vielleicht mehr die Realität der „harten Tür“ am Wochenende widerspiegelte als die Besitzverhältnisse im Berlin der 90er Jahre. Als die Knetfigurenbürger aus „Egoland“ sich vor der mit einer Käseglocke bedeckten Stadt zu stapeln beginnen, kippt die Erzählung von der Gesellschaftskritik zum surrealen Fiebertraum.
STAFFEL I (1997)
Die Innenstadt-Aktionen, die vom 2.-8. Juni 97 stattfinden, werden begleitet von neun, durchschnittlich einminütigen Spots, die in einer Reihe von Kinos zwischen Werbeblock und Hauptfilm laufen. Die A-clips verstehen sich als Kommentar zu derzeitigen Veränderungen in den Innenstädten. Die Produzentinnen der Spots sind in der Hauptsache Gruppen und einzelne Akteurinnen aus linkspolitischem autonomem und kulturellem Feld. Es ist kein Zufall, dass Kino ein bevorzugter Ort unterschiedlicher Öffentlichkeiten ist. Kino ist nicht nur ein Erlebnis auf der Leinwand. In der Verkoppelung von Kommerz und Spielfilmhandlung verdichten sich individuelle und kollektive Wünsche und Sehnsüchte. Wenn Werbung und Vorfilm den Kinosaal in ein Halbdunkel tauchen, entsteht eine Atmosphäre der Kommunikation: Meinungen zu einzelnen Spots werden sehr viel deutlicher geäußert als während des Hauptfilms. Hier schließen die A-Clips an, insofern sie Aspekte urbanen Lebens zur Diskussion stellen, die aus der herrschenden Bilderproduktion herausfallen.
STAFFEL I (1997)
Die Innenstadt-Aktionen, die vom 2.-8. Juni 97 stattfinden, werden begleitet von neun, durchschnittlich einminütigen Spots, die in einer Reihe von Kinos zwischen Werbeblock und Hauptfilm laufen. Die A-clips verstehen sich als Kommentar zu derzeitigen Veränderungen in den Innenstädten. Die Produzentinnen der Spots sind in der Hauptsache Gruppen und einzelne Akteurinnen aus linkspolitischem autonomem und kulturellem Feld. Es ist kein Zufall, dass Kino ein bevorzugter Ort unterschiedlicher Öffentlichkeiten ist. Kino ist nicht nur ein Erlebnis auf der Leinwand. In der Verkoppelung von Kommerz und Spielfilmhandlung verdichten sich individuelle und kollektive Wünsche und Sehnsüchte. Wenn Werbung und Vorfilm den Kinosaal in ein Halbdunkel tauchen, entsteht eine Atmosphäre der Kommunikation: Meinungen zu einzelnen Spots werden sehr viel deutlicher geäußert als während des Hauptfilms. Hier schließen die A-Clips an, insofern sie Aspekte urbanen Lebens zur Diskussion stellen, die aus der herrschenden Bilderproduktion herausfallen.