Distant Voices, Still Lives
Werk
Szenen einer Familie, zusammengehalten durch Lieder, die im Pub und im Wohnzimmer gesungen werden: Im kaleidoskopartigen, keiner Chronologie folgenden Porträt einer Liverpooler Arbeiterfamilie mit zwei Töchtern und einem Sohn in den 40er und 50er Jahren drückt Musik das aus, was die Prot-a-gonist*innen nicht in Worte fassen können – unbändige Freude und unermesslichen Schmerz gleichermaßen. Im Wechsel zwischen unbewegten, tableauartigen Bildern und traumgleichen Kamerafahrten scheint die Zeit gleichsam eingefroren, und das Foto des einst gewalttätigen, nun toten Vaters an der Wohnzimmerwand (das Davies’ eigenen Vater zeigt) macht deutlich, dass die Erfahrungen der Kindheit ein Leben lang andauern.