Cities (Verborgene Städte)
Werk
Hidden Cities
Deutschland
2012
Deutsch
Ausgangsmaterial für den Fotofilm sind 9 eigene Fotosequenzen, die essentielle Situationen urbaner Erfahrungen beschreiben. Jede der Stadtwahrnehmungen enthält Verdichtungen menschlichen und unmenschlichen Handelns. Die Städte, in denen die Fotografien seit 1975 entstanden, sind Berlin, Budapest und New York, Orte mit traumatisierter Vergangenheit: Krieg, Diktatur, Terrorkatastrophen. Gusztáv Hámos: »Jede einzelne fotografische Sequenz ist nach einem Programm entstanden, dessen Partitur ich für den Essay, als Bestandteil dessen, schriftlich notieren möchte, im Sinne von Notation . Foto und Text, beide Medien, betrachte ich als Notations- bzw. Aufzeichnungssysteme. Der musikalische Notationsbegriff dient mir hierbei als Vorbild, ich begreife ihn als universales System für Handlungsanweisungen, also als Programm. Unter Programm verstehe ich eine selbstauferlegte Aufgabe, eine künstlerische Methode, ein Programm kann ich auch als Algorithmus, als eine eindeutige Handlungsanweisung, die aus endlich vielen Schritten besteht, bezeichnen. Ein Beispiel für eine Handlungsanweisung: »Draw a straight line and follow it.« Eine gerade Linie zieht sich durch alle Fotografien, so dass die Bilder genau auf zwei Hälften geteilt werden. Diese Linie halbiert das Bild, sie trennt und verbindet zwei unterschiedliche Eigenschaften, charakterisiert Merkmale, und dokumentiert das Aufeinandertreffen von Gegensätzen. So ein Programm ist wie ein Regelwerk der Abarbeitung, das eine Raum-Zeitliche Komposition vorschreibt. Jede der im Fotofilm CITIES (verborgene Städte) behandelten Fotoserien geht also aus einer eigenen Partitur hervor, welche die Schnittstelle für die reale Welt und des darin interagierenden Fotografen ist.«