Haukka-Pala (A Bit to Bite)
Werk
Eine Konstruktion: Eine Küche im Fernsehstudio, eine Frau trägt eine Schürze und spricht mit einer Handpuppe. Gesunde Snacks sind vorbereitet; wir sehen eine Kinderfernsehserie aus den Achtzigern. Das Publikum im Vorschulalter könnte zukünftig vielleicht Tomaten gegenüber aufgeschlossener sein. Ein öffentliches Bild: Einmal in der Woche wird um 18 Uhr die Sendung im staatlichen finnischen Fernseher ausgestrahlt. Eine Subjektivität: Eine Stimme aus dem Off sucht nach Erinnerungen an ihre verstorbene Mutter beim Betrachten dieser inszenierten, artifiziellen Szenen. Das öffentliche Bild wird vom persönlichen dekonstruiert.
Meine Mutter hat an dem Drehbuch für die Kinder-Koch-Sendung Haukka-Pala mitgeschrieben und in den Jahren 1984-86 in der Serie auch mitgespielt. Man spürt ihre Persönlichkeit, auch in den Rollen der Ernährungsberaterin und Mutterfigur. Meine Stimme aus dem Off spricht von Verlust und Trauma aus der Perspektive einer 10-Jährigen. Dazu lese ich aus den Tagebüchern meiner Mutter, die sie im Alter von Mitte zwanzig geschrieben hat. Diese Erzählungen sind in die 14 Sendefolgen von Haukka-pala hineingewoben, wodurch die Szenen eine andere Richtung erhalten. Manchmal fasse ich das TV-Material an, verlangsame es oder schneide Bild oder Ton weg. Gefühle und Realitäten, über die man geschwiegen hat, werden hörbar. Die Dreieckskonstellation bleibt aber gehalten: Mein Mutter spricht mit dem Hund Ransu und zu den Zuschauern der Sendungen und kann meine Stimme nicht hören.
Meine Mutter hat an dem Drehbuch für die Kinder-Koch-Sendung Haukka-Pala mitgeschrieben und in den Jahren 1984-86 in der Serie auch mitgespielt. Man spürt ihre Persönlichkeit, auch in den Rollen der Ernährungsberaterin und Mutterfigur. Meine Stimme aus dem Off spricht von Verlust und Trauma aus der Perspektive einer 10-Jährigen. Dazu lese ich aus den Tagebüchern meiner Mutter, die sie im Alter von Mitte zwanzig geschrieben hat. Diese Erzählungen sind in die 14 Sendefolgen von Haukka-pala hineingewoben, wodurch die Szenen eine andere Richtung erhalten. Manchmal fasse ich das TV-Material an, verlangsame es oder schneide Bild oder Ton weg. Gefühle und Realitäten, über die man geschwiegen hat, werden hörbar. Die Dreieckskonstellation bleibt aber gehalten: Mein Mutter spricht mit dem Hund Ransu und zu den Zuschauern der Sendungen und kann meine Stimme nicht hören.