Eleonore de Montesquiou→ Biografie anzeigen← Biografie schließen Eléonore de Montesquiou, geb. 1970 in Paris, ist französisch-estnisch. Ihre Arbeiten behandeln vor allem den Raum zwischen privater und offizieller Geschichtsschreibung, persönlicher und nationaler Identität. Sie behandeln die Komplikationen und Uneindeutigkeiten des Außenseiter-Lebens, beruhend auf de Montesquious persönlichen Erfahrungen der Entwurzelung. Eléonore de Montesquiou arbeitet vor allem mit Video. Sie nimmt Zeugnisse auf, anhand derer sie stückhafte Erinnerungen verdrängter Geschichte(n) erschafft. In den dokumentarisch geprägten Arbeiten bekommt die Kamera die Stimme der Stimmlosen.
Eléonore de Montesquiou arbeitet mit den Komponisten Helena Tulve, Tanja Kozlova, Lembe Lokk und Marcel Turkowsky und mit den Grafikern Aadam Kaarma, Heidi Sutterlütty und Jose Soares de Albergheria.
Im Jahr 2010 vervollständigte sie den ersten Teil eines langfristigen Projektes an der russisch-estnischen Grenze: Na Grane. 2005-2006 enstand der erste Teil Atom Cities: eine Reihe von Filmen und Publikationen in der ex-sowjetischen Stadt, Sillamae. Eine Stadt, die für Kernforschung geschlossen wurde und die nur von Russen - größte ethische Minderheit in Estland - bewohnt wird.
Mit einem Projekt, in dem sie polnische Frauen filmte, die regelmäßig mit dem ‘Berlin-Warschau-Express’ fahren und die in Berlin arbeiten, wurde sie als Gewinnerin der Villa Medicis Hors les Murs 2006 gekürt. Im Jahr 2008-2009 lebte sie in Moskau (Berliner Senatsstipendium für kulturellen Austausch).