Dewjat dnej odnowo goda
Werk
Neun Tage eines Jahres
Michail Romm
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Geboren im Januar 1901 in Irkutsk, wo sein Vater, ein Arzt, in der Verbannung lebte, ging Romm während der Oktoberrevolution zur Roten Armee, in der er drei Jahre lang, bis 1921, diente. Danach nahm er das Kunststudium wieder auf, versuchte sich in der Literatur und übersetzte aus dem Französischen, unter anderem Zola und Flaubert. Ende der zwanziger Jahre entstehen erste Drehbücher, bis er 1934 seinen Debütfilm PYSCHKA drehte. Dies Meisterwerk katapultiert ihn in die vorderste Reihe der sowjetischen Regiekünstler, neben Eisenstein, Pudowkin, Dowschenko, und bringt ihm Staatsaufträge ein. Unvermeidlich in den Jahren, in denen Stalin sich zum Mass aller Filme machte, dass «Lenin im Oktober» (Lenin w Oktjabre, 1937) und «Lenin im Jahr 1918» (Lenin w 1918 godu, 1939) den Auftraggeber selbst angemessen ins Bild bringen mussten. Dass Romm nach Stalins Tod diese Szenen eigenhändig aus den Filmen entfernt hat, war nicht nur eine politische, sondern auch eine ästhetische Korrektur. (...) Denn das ist die von Michail Romm unter den Bedingungen des Stalinismus weiterentwickelte Filmkunst: den Schauspieler sich vor der Kamera bewegen zu lassen und die Kamera so zu bewegen, dass der Schauspieler sich entfalten kann. Diese doppelte Kunst hat er weitergeben können, zuerst als Leiter eines Studios für Filmschauspieler, dann als künstlerischer Leiter von Mosfilm und schliesslich als Lehrer an der Filmhochschule WGIK bis zu seinem Tod am 1. November 1971. Quelle: nzz, Peter W. Jansen
Geboren im Januar 1901 in Irkutsk, wo sein Vater, ein Arzt, in der Verbannung lebte, ging Romm während der Oktoberrevolution zur Roten Armee, in der er drei Jahre lang, bis 1921, diente. Danach nahm er das Kunststudium wieder auf, versuchte sich in der Literatur und übersetzte aus dem Französischen, unter anderem Zola und Flaubert. Ende der zwanziger Jahre entstehen erste Drehbücher, bis er 1934 seinen Debütfilm PYSCHKA drehte. Dies Meisterwerk katapultiert ihn in die vorderste Reihe der sowjetischen Regiekünstler, neben Eisenstein, Pudowkin, Dowschenko, und bringt ihm Staatsaufträge ein. Unvermeidlich in den Jahren, in denen Stalin sich zum Mass aller Filme machte, dass «Lenin im Oktober» (Lenin w Oktjabre, 1937) und «Lenin im Jahr 1918» (Lenin w 1918 godu, 1939) den Auftraggeber selbst angemessen ins Bild bringen mussten. Dass Romm nach Stalins Tod diese Szenen eigenhändig aus den Filmen entfernt hat, war nicht nur eine politische, sondern auch eine ästhetische Korrektur. (...) Denn das ist die von Michail Romm unter den Bedingungen des Stalinismus weiterentwickelte Filmkunst: den Schauspieler sich vor der Kamera bewegen zu lassen und die Kamera so zu bewegen, dass der Schauspieler sich entfalten kann. Diese doppelte Kunst hat er weitergeben können, zuerst als Leiter eines Studios für Filmschauspieler, dann als künstlerischer Leiter von Mosfilm und schliesslich als Lehrer an der Filmhochschule WGIK bis zu seinem Tod am 1. November 1971. Quelle: nzz, Peter W. Jansen
UdSSR
1962