Silberhöhe
Werk
In Halle-Silberhöhe, einer Plattenbausiedlung in Ostdeutschland, werden Wohnblocks abgerissen. Der Film thematisiert die Aufgabe eines urbanistischen Konzeptes der Spätmoderne. Die Montage fügt die einzelnen Kameraeinstellungen zur Szenerie einer Geisterstadt zusammen und referiert dabei auf eine Technik, die Michelangelo Antonioni in seinem Film L’eclisse von 1962 anwandte.
"V. Wedemeyer geht das Risiko des Realitätsbezuges ein, indem er einen realen, aktuellen Gegenstand im Genre des Dokumentarfilms behandelt. Seine künstlerische Strategie aber besteht darin, das Reale nur scheinbar zu ordnen, wenn z.B. trotz der Angabe eines Schauplatzes, einer Tageszeit oder eines Genres tatsächlich kaum etwas von diesem Ort, dieser Zeit, diesem Genre konkretisiert wird. Vielmehr werden die Dinge in der Schwebe verhandelt und mittels anderer ‚Mitspieler’ (Orte, Zeiten, Genres) überführt. Diese künstlerische Position setzt das von Müller beschriebene Einverständnis des Kunstwerkes mit dem Realen voraus. Das produktive Risiko, sich nicht mittels Ordnung/Wertung des Realen abzusichern, sondern sich dem Realen als einem Maßstabslosen auszusetzen, wird somit zur maßgeblichen Strategie in diesen Filmen v. Wedemeyers." (Ariane Beyn)
"V. Wedemeyer geht das Risiko des Realitätsbezuges ein, indem er einen realen, aktuellen Gegenstand im Genre des Dokumentarfilms behandelt. Seine künstlerische Strategie aber besteht darin, das Reale nur scheinbar zu ordnen, wenn z.B. trotz der Angabe eines Schauplatzes, einer Tageszeit oder eines Genres tatsächlich kaum etwas von diesem Ort, dieser Zeit, diesem Genre konkretisiert wird. Vielmehr werden die Dinge in der Schwebe verhandelt und mittels anderer ‚Mitspieler’ (Orte, Zeiten, Genres) überführt. Diese künstlerische Position setzt das von Müller beschriebene Einverständnis des Kunstwerkes mit dem Realen voraus. Das produktive Risiko, sich nicht mittels Ordnung/Wertung des Realen abzusichern, sondern sich dem Realen als einem Maßstabslosen auszusetzen, wird somit zur maßgeblichen Strategie in diesen Filmen v. Wedemeyers." (Ariane Beyn)