Pianoforte

Werk


Christoph Girardet    → Biografie anzeigen   
Deutschland
2007
Kein Dialog

Entsprechend den 88 Tasten einer Klaviatur, verbindet PIANOFORTE 88 Spielfilmszenen, in denen Klavier gespielt wird, zu einer audiovisuellen Rhapsodie. Die Synästhesie von Bild und Klang wird zum Spiegel des inneren Erlebnisraums der Protagonisten. Eine harmonische Komposition, intensiviert durch die Nachvertonung im Studio.
„Klang und Bild stehen seit den Anfängen des filmischen Mediums in enger Verbindung. Weit über die bewusste Wahrnehmung hinaus trägt die Filmmusik zur atmosphärischen Verdichtung des Geschehens auf der Leinwand bei und begleitet dieses, durchaus dem wagnerschen Vorbild folgend, leitmotivisch. Musik und Musizieren werden aber auch, meist als gezielt eingesetztes dramaturgisches Element, Teil der filmischen Erzählung. Mit Blick auf eine klassisch-romantisch geprägte Musikkultur, wie sie sich in der Filmmusikgeschichte fortschreibt, eignet sich das Klavier in besonderer Weise zur Spiegelung des äußeren wie inneren Erlebens des Protagonisten.
Christoph Girardet hat für seine Videoarbeit "Pianoforte" durch die Filmgeschichte hindurch 88 Einstellungen mit Klaviermusik, entsprechend den 88 Tasten des Klaviers, ausgewählt und zu einer neuen audiovisuellen Komposition zusammengefügt, zu einer virtuosen Rhapsodie, die unterschiedlichste musikalische wie cineastische Idiome in einer raffinierten Montage miteinander verbindet und das Spektrum pianistischer wie filmischer Möglichkeiten auslotet. Analytisch und hochemotional zugleich ergründet Girardet jene Macht des Suggestiven, die einer dem Kino eigenen Synästhesie von Bild und Klang innewohnt.“ (Reinhard Buskies)