Through
Werk
Eine Zeitraffer-Aufnahme einer Wasserfläche. Ein Fluß, vielleicht ein See oder ein Ozean, doch die stetige Strömung legt ersteres nahe. Darüber erscheint, wie in einer Doppelbelichtung, ein Standfoto. Auch das Foto zeigt Wasser, doch jetzt in der Zeit stillgestellt, unveränderlich. Reflektierendes Licht glitzert auf der aufgewühlten Oberfläche. Zu- und abnehmender Wellengang deutet Schiffe an, die ausserhalb des Bildkaders vorbeifahren. Die Sonne geht auf und unter, während Wellen durch das Bild rollen, die zuweilen beinahe, aber nie ganz mit ihrer fotografierten Vorlage übereinstimmen.
"Through" (ein 16mm-Loop, der durch Michael Snows installation "Windowed Water" aufgenommen wurde, die 2007 im Rahmen von Forum Expanded zu sehen war) konfrontiert den Zuschauer gleichzeitig mit Bewegung und Stillstand - beides integrale Koordinaten des cinematischen Prozesses. Durch die Reduktion der Bewegung auf ein Einzelbild, bei simultaner Beschleunigung mittels Zeitraffer, hebt "Through" die enge Verbindung zwischen Photographie und Film hervor - Kino als Abfolge von Momentaufnahmen. In dieser besonderen Art des "Stillebens" verweist die Dissonanz der beiden Bildebenen, die Unmöglichkeit von Kongruenz zwischen Momentaufnahme und Bewegtbild, nicht nur auf die photographische Methode des Einfangens distinkter Momente, sondern auch auf die Nicht-Reproduzierbarkeit dieser Momente und auf das Vergehen der Zeit selbst.
"Through" (ein 16mm-Loop, der durch Michael Snows installation "Windowed Water" aufgenommen wurde, die 2007 im Rahmen von Forum Expanded zu sehen war) konfrontiert den Zuschauer gleichzeitig mit Bewegung und Stillstand - beides integrale Koordinaten des cinematischen Prozesses. Durch die Reduktion der Bewegung auf ein Einzelbild, bei simultaner Beschleunigung mittels Zeitraffer, hebt "Through" die enge Verbindung zwischen Photographie und Film hervor - Kino als Abfolge von Momentaufnahmen. In dieser besonderen Art des "Stillebens" verweist die Dissonanz der beiden Bildebenen, die Unmöglichkeit von Kongruenz zwischen Momentaufnahme und Bewegtbild, nicht nur auf die photographische Methode des Einfangens distinkter Momente, sondern auch auf die Nicht-Reproduzierbarkeit dieser Momente und auf das Vergehen der Zeit selbst.
