Rien ne vaut que la vie, mais la vie même ne vaut rien
Werk
Das erste mit Moise Merlin Mabouna gemeinsam realisierte Video RIEN NE VAUT QUE LA VIE, MAIS LA VIE MÊME NE VAUT RIEN [NICHTS IST WIE DAS LEBEN, ABER DAS LEBEN SELBST IST NICHTS] (2002/03) ist zunächst eine Arbeit über die Verhältnisse in einem sogenannten Asylbewerberheim, das wie so oft und bezeichnenderweise im Deutschen Nirgendwo liegt und über den Zustand der Entschleunigung im Transitraum, den das Lager darstellt. RIEN NE VAUT QUE LA VIE stellt aber vor allen Dingen eine Auseinandersetzung mit dem Verhältnis zwischen interpretatorischer und erzählerischer Macht dar. Dem Video gelingt der prekäre Drahtseiltakt, filmisch Selbstermächtigung zu behaupten innerhalb des schwierigen diskursiven Gefüges von „Legitimität“ und „Anerkennung“ im Migrationsregime.
