Syncpoint

Werk


Isabell Spengler    → Biografie anzeigen   
Larry Peacock
Deutschland
2007

SYNCPOINT übersetzt eine musikalische Bühnenshow der Gruppe Larry Peacock in eine filmische Sprache, die mit direkt auf dem Filmsteifen erzeugten und fotografisch aufgenommenen Einzelbildern operiert. Zentrales Bild dieses experimentellen Musikvideos ist der Synchronpunkt als ein Loch, abgeleitet vom filmtechnischen Synchronisationsverfahren, bei dem vor der Übertragung auf Video ein Loch in das erste belichtete und nummerierte Bild einer Filmrolle gestanzt wird. Das Bild des Lochs markiert nicht nur einen Zeitpunkt, sondern wird in Verbindung mit den fotografisch aufgezeichneten Perkussionsaktionen der Performerinnen entweder als zensierende Punktmaske oder als gefülltes, kreisförmiges Bild wahrgenommen. Aus den angelegten und zufälligen Synchronitäten zwischen den Bild- und Tonereignissen entsteht ein Vexierbild, in dem zahlreiche Referenzen aufscheinen. Larry Peacock ist ein feministisches Projekt mit und über die Performativität von elektronischer / Pop Musik als Spiegel von Gender-Politiken und der Rolle des Zuschauers. Larry Peacock destabilisiert nicht nur die Normativität binärer Geschlechter-Kategorien, sondern auch von Kunstkategorisierungen wie "high" and "low", "Tanz", "Konzert / Auftritt" und "choreographischer Arbeit".