Blue Box Blues
Werk
Fünzehn mal Queer Crossover: Lesbische Filmemacherinnen aus Berlin wurden gebeten, einen kurzen Filmbeitrag über ihre Vorstellungen von schwuler Liebe und Sexualität zu drehen – umgekehrt sollten schwule Filmemacher einen kurzen Film über lesbische Sexualität oder Erotik drehen.
Michael Brynntrup legt in seinem Beitrag BLUE BOX BLUES die Differenz zwischen dem illusionistischen Gestus einer Fotografie und dem Herstellungsprozess derselben offen zu Tage.
Mittels der Rekonstruktion des Entstehungsprozesses einer Fotografie, die ein lesbisches Liebespaar in zärtlicher Umarmung zeigt und Vertrauen und Intimität suggeriert, gelingt es Michael Brynntrup, stereotype Wahrnehmungsmuster, auf die die Inszenierung rekurriert, aufzudecken: Die Botschaft des Fotos steht im eklatanten Kontrast zu der mit viel Personal verfertigten abgeklärt routinierten und langwierigen Inszenierung des Bildes in der sterilen Atmosphäre eines Blue Box Studios.
So wird BLUE BOX BLUES zum medienkritischen Dokument einer Marktstruktur, die Gefühlskomplexe in einen industriellen Verwertungsprozess einbindet.
Michael Brynntrup legt in seinem Beitrag BLUE BOX BLUES die Differenz zwischen dem illusionistischen Gestus einer Fotografie und dem Herstellungsprozess derselben offen zu Tage.
Mittels der Rekonstruktion des Entstehungsprozesses einer Fotografie, die ein lesbisches Liebespaar in zärtlicher Umarmung zeigt und Vertrauen und Intimität suggeriert, gelingt es Michael Brynntrup, stereotype Wahrnehmungsmuster, auf die die Inszenierung rekurriert, aufzudecken: Die Botschaft des Fotos steht im eklatanten Kontrast zu der mit viel Personal verfertigten abgeklärt routinierten und langwierigen Inszenierung des Bildes in der sterilen Atmosphäre eines Blue Box Studios.
So wird BLUE BOX BLUES zum medienkritischen Dokument einer Marktstruktur, die Gefühlskomplexe in einen industriellen Verwertungsprozess einbindet.
