Schwulenfilm - Tuntenfilm - Pissen
Werk
SCHWULENFILM, TUNTENFILM stellen - als bildlich-begrifflicher Kurzschluss - die Übereinkünfte sexueller Emanzipationspolitik Ende der achtziger Jahre auf die Probe. PISSEN erzählt eine Anti-Initiationsgeschichte.
"Einerseits versucht Hayn, den Weg einer totalen nominalistischen Reduktion zu gehen, in SCHWULENFILM zum Beispiel. Ein Schwulenfilm ist ein schwarzes Loch. Das ist die gesamte Botschaft des Films. Der Inhalt eines schwulen Films - allenfalls negativ als 'Implosion des Sinns'."
(Programmheft der schwul-lesbischen Filmtage Hamburg 1990)
"Minuten lang flimmert und flattert das Wort TUNTENFILM in allen erdenklichen Schriftarten und -größen über die Leinwand, wird aus Blüten hergeblättert, bauscht und windet sich aus Samt und Seide zurecht, es strickt sich und stickt sich aus immer neuen Materialien zusammen. (...) PISSEN: Was erlebt ein Tuntenbaby, das von Anfang an ein außergewöhnliches Verhältnis zu seinen flüssigen Ausscheidungen hat und in einer westmittelfränkischen Kleinstadt aufwächst? Durch die Situationskomik zwischen Drang und Lust hindurch werden beklemmende Kindheitsängste sichtbar.“
(Elmar Drost in magnus 03/1990)
"Einerseits versucht Hayn, den Weg einer totalen nominalistischen Reduktion zu gehen, in SCHWULENFILM zum Beispiel. Ein Schwulenfilm ist ein schwarzes Loch. Das ist die gesamte Botschaft des Films. Der Inhalt eines schwulen Films - allenfalls negativ als 'Implosion des Sinns'."
(Programmheft der schwul-lesbischen Filmtage Hamburg 1990)
"Minuten lang flimmert und flattert das Wort TUNTENFILM in allen erdenklichen Schriftarten und -größen über die Leinwand, wird aus Blüten hergeblättert, bauscht und windet sich aus Samt und Seide zurecht, es strickt sich und stickt sich aus immer neuen Materialien zusammen. (...) PISSEN: Was erlebt ein Tuntenbaby, das von Anfang an ein außergewöhnliches Verhältnis zu seinen flüssigen Ausscheidungen hat und in einer westmittelfränkischen Kleinstadt aufwächst? Durch die Situationskomik zwischen Drang und Lust hindurch werden beklemmende Kindheitsängste sichtbar.“
(Elmar Drost in magnus 03/1990)
