Route to Cape Town

Werk


Wolfgang Lehmann    → Biografie anzeigen   
Deutschland
2005

Der Film ROUTE TO CAPE TOWN verwendet konkrete Bilder und Klänge für ein abstraktes Gedicht aus Gestalt und Rhythmus.
Ein paar kurze Minuten aus Cape Town, Südafrika: Straßen, die in die Stadt führen. Kurze Momente im alten Zentrum von Cape Town, Durchgangsstraßen. Menschen, Fußgänger, flüchtige Blicke. Alles ist in Bewegung, die Menschen, die Autos, die Kamera. Wer die Stadt und das Umland kennt, kann die Topographie wieder erkennen.
Alles ist aus einem fahrenden Auto gedreht, doch in der Bewegung liegt der Stillstand, der kurze Moment, das Erleben eines Fragmentes. Die Bilder sind unscharf, schmutzig, manchmal spiegelt sich darin die Windschutzscheibe.
Unsere Erinnerung ist nicht linear. Ein Mosaik aus Klängen, aus Bildern, aus Eindrücken. Was verbirgt sich hinter den Gesichtern der Menschen, die zu uns blicken im Moment des Vorbeifahrens?
Die Aufnahmen entstanden alle auf verschiedenen Straßen, die in die Stadt führen, und doch sind sie nicht dokumentarisch – die Zeiten stimmen nicht, die Kamerafahrten sind nicht linear. Es sind Zeitfragmente. Die Montage des Films und der Musik erlaubten, den Anfang ans Ende zu setzen und umgekehrt.
Der Rhythmus beginnt langsam, wird immer schneller, unterbrochen von Panorama-Einstellungen. Konkreter Klang wird Musik, ein Ton wird zur Klanglandschaft in ROUTE TO CAPE TOWN.