You = Architectural
Werk
"You=Architectural" ist eine Reflexion zum männlichen Verlangen in drei Teilen. Der erste Teil zeigt die Bewegungen eines Mannes in einem Lagerraum, von Thornes Kamera in einem seitlichen Travelling aufgenommen. Das verpackte Inventar, Stauraum für Persönlichkeit, wird zur Metapher für die Übertragung des Verlangens, das hier mit der Hand von einem Haushalt zum nächsten getragen wird. Der Ton ist interrogativ, mehrere Fragen werden gestellt, ohne dass das bewegte Bild jemals zur Antwort ausharren würde. Fragen wie: „Warum brauchten wir deine Zustimmung?“, „Warum dachten wir, wenn wir es hätten, würde sich etwas ändern?“, „Warum war uns nicht mehr bewusst, dass die Abweichung mehr ist als nur eine Theorie, dass wir einen Vorteil ziehen können aus all dem, was wir gelernt haben?“, „Warum mussten wir so verdammt ernsthaft werden?“, „Hätten wir nicht einen kleinen Streit anzetteln können?“, „Warum verloren wir, als du in unseren Körper eindrangst, unseren Menschenverstand, unser Benehmen, unseren Geist?“, „Warum haben wir dich nicht verlassen?“.
Wenn Thornes filmisches Verfahren aus der Vorstellung nie wahrgenommener Gelegenheiten bzw. Handlungen resultiert, als Nachwirkung von Liebe, dann suchen ihre Fragen nach dem Grund für die verfrühte Trennung.
Eine Hand, die einen Stempel hält, markiert den Buchstaben 'O' auf eine Papierrolle und führt damit den mittleren Teil des Films ein. Er zeigt eine Frau im Close-Up, die eine weiße Wand küsst und streichelt. Thorne dreht die ursprünglichen Aufnahmen um, so dass nicht nur die Gesten der Frau (Küssen und Streicheln) rückwärts laufen, auch ihr Gesicht erscheint auf den Kopf gestellt. Während sie in die Leere starrt, hört man aus dem Off die Geschichte einer Vergewaltigung.
Die einsame Hand erscheint wieder und stempelt den Buchstaben 'U' auf eine Papierrolle um die letzte Sequenz des Films einzuleiten. Als schwarz-weiß Negativ entwickelt, sehen wir Close-Ups eines Zeichentisches. Stifte folgen den vorgegebenen Linien eines geographischen Musters, die mathematischen Ausläufer des Körpers zeichnen neue Häuser, neue sichtbare Flächen. Aus dem Off erzählt die Stimme der Filmemacherin die Geschichte von sich und Neil, eines Londoner Architekten.
Jeder der drei Partner ruft eine Beziehung zur Architektur hervor: Der erste, indem er sich von einem Haus zum nächsten bewegt, der zweite, indem er eine Architektur des Leugnens und der Wiederholung aufbaut und der dritte, indem er Pläne für zukünftige Wohnstätten zeichnet. Während jedoch alle drei Männer mit der Architektur, in der sie leben, verbunden und schließlich in dieser gefangen sind, bewegt sich die Protagonistin von einer Architektur zur nächsten und das letzte Bild von ihrem Flug evoziert das Entkommen aus den männlichen Konstruktionen. Das, obwohl die Androhung körperlicher Verletzung ihrer Freiheit Grenzen zu setzen scheint.
Wenn Thornes filmisches Verfahren aus der Vorstellung nie wahrgenommener Gelegenheiten bzw. Handlungen resultiert, als Nachwirkung von Liebe, dann suchen ihre Fragen nach dem Grund für die verfrühte Trennung.
Eine Hand, die einen Stempel hält, markiert den Buchstaben 'O' auf eine Papierrolle und führt damit den mittleren Teil des Films ein. Er zeigt eine Frau im Close-Up, die eine weiße Wand küsst und streichelt. Thorne dreht die ursprünglichen Aufnahmen um, so dass nicht nur die Gesten der Frau (Küssen und Streicheln) rückwärts laufen, auch ihr Gesicht erscheint auf den Kopf gestellt. Während sie in die Leere starrt, hört man aus dem Off die Geschichte einer Vergewaltigung.
Die einsame Hand erscheint wieder und stempelt den Buchstaben 'U' auf eine Papierrolle um die letzte Sequenz des Films einzuleiten. Als schwarz-weiß Negativ entwickelt, sehen wir Close-Ups eines Zeichentisches. Stifte folgen den vorgegebenen Linien eines geographischen Musters, die mathematischen Ausläufer des Körpers zeichnen neue Häuser, neue sichtbare Flächen. Aus dem Off erzählt die Stimme der Filmemacherin die Geschichte von sich und Neil, eines Londoner Architekten.
Jeder der drei Partner ruft eine Beziehung zur Architektur hervor: Der erste, indem er sich von einem Haus zum nächsten bewegt, der zweite, indem er eine Architektur des Leugnens und der Wiederholung aufbaut und der dritte, indem er Pläne für zukünftige Wohnstätten zeichnet. Während jedoch alle drei Männer mit der Architektur, in der sie leben, verbunden und schließlich in dieser gefangen sind, bewegt sich die Protagonistin von einer Architektur zur nächsten und das letzte Bild von ihrem Flug evoziert das Entkommen aus den männlichen Konstruktionen. Das, obwohl die Androhung körperlicher Verletzung ihrer Freiheit Grenzen zu setzen scheint.