Rua 6, Sem Número

Werk


6. Straße, ohne Nummer
João Batista de Andrade    → Biografie anzeigen   
Brasilien
2002
Portugiesisch
2003
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Ein fast alltäglicher Vorfall: ein Mann wird von einem Straßenjungen erstochen. Der Sterbende kann Solano gerade noch ein Päckchen mit Geld in die Hand drücken, das er einer Maíra in der 6. Straße bringen soll. Aber 6. Straßen gibt es in Brasilia viele. Trotzdem macht sich Solano, ein Schriftsteller in permanenter Schaffenskrise, auf die Suche. Aus den wenigen Informationen, die er besitzt, reimt er in seiner Phantasie eine Geschichte zusammen. Mino, der jugendliche Mörder, könnte sein Sohn aus einer zwölf Jahre zurückliegenden Beziehung zu der wunderbaren Helena sein. So wird die Suche nach Maíra zu einer immer obsessiveren und auch gefährlicheren Erforschung seiner eigenen Vergangenheit... Rua 6, Sem Número läuft auf mehreren Ebenen ab: als verzweifelte Suche eines Schriftstellers nach einem erfolgreichen Stoff; als reale Suche nach einer Unbekannten; als imaginierte Geschichte seines eigenen Lebens; als Verstrickung in ein Mafia- System und als Querschnitt der gesellschaftlichen Wirklichkeit. Im Verlauf des Films werden die real Handelnden zu Figuren der Fiktion, verschwinden allmählich die Grenzen zwischen Realität und Imagination.