Dzien swira
Werk
Adam Miauczynki, 44 Jahre alt, dämmert im morgendlichen Halbschlaf im Bett. Er hat Angst aufzustehen. Er flucht und bekreuzigt sich. Anschließend macht er – ein ‘Numeromane‘ – bis Punkt sieben Uhr Gymnastikübungen, trinkt sieben Schlucke Mineralwasser, wäscht sich und zählt dabei (mehrmals) bis sieben und schüttet sieben Hände voller Haferflocken in eine Schüssel. Adam schluckt Prozac (für mehr Lebensfreude), Geriavit (gegen das Altern) und Nootropil (zur Steigerung der geistigen Leistungskraft). Er rührt seinen Kaffee sieben Mal um: viermal nach rechts, dreimal nach links. Dann liest er. Plötzlich hört er Lärm vor dem Fenster: Adam stürzt hinaus und schreit den Mann an, der den Rasen mäht. Aber auf einmal schlägt er die Hände vor das Gesicht und kann nicht mehr... “Dzie´n ´swira ist mein verdrehtester Film – genauso verdreht wie seine Hauptfigur, ein frustrierter Intellektueller und Polnischlehrer. Der Film handelt von der Hölle der nächsten fünf Minuten und ist ein Akt völliger künstlerischer Freiheit, ohne konventionelle Handlung, frei von allen Vorbildern, ein Film über die intimsten, schmerzhaftesten und schönsten Dinge des Lebens – und über solche, die für mich die größte Qual bedeuten.“ Marek Koterski
