Un día de suerte
Werk
A Lucky Day
Ein Glückstag
Argentinien
2002
Spanisch, Italienisch
2002
Buenos Aires heute, inmitten sozialer Proteste gegen Arbeitslosigkeit, Verarmung und die Korruption der politischen Klasse. Die 25jährige Elsa hält sich mit Gelegenheitsjobs mühsam über Wasser. Aber eigentlich will sie weg, will – wie Zehntausende von Argentiniern – vor der Hoffnungslosigkeit fliehen, möglichst weit weg, am liebsten nach Italien. Dort lebt der Typ, in den sie sich vor Jahren verliebte. Außerdem ist dies das Land ihrer Vorfahren. Der Großvater, ein italienischer Anarchist, der einst von Sizilien nach Argentinien auswanderte, weil er sich hier ein besseres Leben versprach, erzählt ihr viel davon und stärkt so ihr politisches Bewusstsein, aber auch ihren Traum von Italien. Mit ihren Freunden Laura, Walter und Toni zieht Elsa umher, immer auf der Suche nach einer Verdienstmöglichkeit und sei es mit Schwarzhandel. Walter, mit dem sie eine Art Liebesbeziehung unterhält, findet schließlich den Weg, der ihr die Reise nach Europa ermöglicht. Doch Italien entpuppt sich nicht gerade als die Verwirklichung ihres Traums. Sandra Gugliotta ist mit ihrem Spielfilm-Debut ein Werk von hoher Realitätsdichte und unmittelbarem Bezug zur politischen und ökonomischen Katastrophe, die das Land zur Zeit durchlebt, gelungen. Sie verweist dabei in der Gestalt des alten Anarchisten auf ideelle Werte, die in der gegenwärtigen argentinischen Gesellschaft kaum noch eine Rolle spielen.
