Wesh wesh, qu'est-ce qui se passe?
Werk
Wesh wesh, was geht hier ab?
Frankreich
2001
Französisch, Arabisch
2002
Nachdem er die doppelte Strafe von Gefängnis und Ausweisung verbüßt hat, kehrt Kamel heimlich nach Frankreich zurück, zu seiner Familie, in die Stadt seiner Kindheit. Er bemüht sich nach Kräften, Ordnung in sein Leben zu bringen. Als all seine Versuche, Arbeit zu finden und Papiere zu bekommen, ergenislos bleiben, beschließt er, sein Pech geduldig zu ertragen. Da bringt sein jüngerer Bruder Mousse, der Haschisch schmuggelt, die Familie in Gefahr. Was geht hier ab? fragt Rabah Ameur-Zaïmeche. Integration – wenn jeder kleine Einwanderer verdächtig ist? Pflichten – wenn die Rechte nicht mehr respektiert werden, wenn der, der in diesem Land geboren wurde, nicht anerkannt wird, wenn der, der schon mit dem Gefängnis bezahlt hat, ausgewiesen und in seiner Existenz hier und heute geleugnet wird? Was geht hier ab? Staatstreue – wenn das Elend eine ganze Generation zwingt, nach jedem Mittel zu greifen, um zu überleben? Respekt – wenn die Bullen ungestraft Cowboy spielen dürfen und dabei von ihren Hierarchien geschützt werden? Gerechtigkeit – wenn die Ungerechtigkeit auf jedem Bereich des sozialen Lebens lastet? Wenn die Sozialarbeit zum Synonym wird für Unterwerfung unter die Mächtigen, für das Sich-Einrichten in der Misere, für Ausschluss? Ein filmisches Protokoll, das Fragen stellt. Ein Zeugnis von großer Authentizität, ein Erstlingsfilm, der mit großer Genauigkeit und viel Zartgefühl, aber ganz unspektakulär die ungeheure Rat-und Orientierungslosigkeit jener zeigt, die in Frankreich Zuflucht suchen oder einfach Ausländer sind.
