Micheil Tschiaureli→ Biografie anzeigen← Biografie schließen Micheil Tschiaureli (* 25. Januar 1894 in Tiflis; † 31. Oktober 1974 ebenda) besuchte die Kunsthochschule in Tiflis und absolvierte 1916 eine Ausbildung als Bildhauer. 1926 wurde er Schauspieler und Direktor des vom Proletarischen Kulturkommittee organisierten Roten Theaters. Er gründete das Georgische Theater für Musikalische Komödien, war bis 1941 sein künstlerischer Leiter. 1928 drehte er seinen ersten Film "W Posledny Tschas" (Die letzte Stunde), einen Spielfilm über den russischen Bürgerkrieg. Seine frühen Filme propagierten die sowjetische Ideologie durch satirische Vergleiche mit traditionellen georgischen Auffassungen. Sie waren stark von seiner expressiven und plastischen Sicht geprägt. Ab 1938 schuf er Monumentalfilme, die dem Personenkult um Stalin huldigten.
In allen Filmen spielte der georgischen Schauspieler Micheil Gelowani die Hauptrolle. Zwischen 1950 und 1960 lehrte er dort als Professor am Staatlichen Filminstitut (WGIK). Nach dem Tod Stalins 1953 geriet Tschiaureli allmählich in Verruf und produzierte immer weniger Filme. Er wurde fünfmal mit dem Staatspreis der UdSSR ausgezeichnet (1941, 1943, 1946, 1947, 1950). Der Leninorden wurde ihm dreimal verliehen. Außerdem erhielt er zwei weitere sowjetische Orden und verschiedene Medaillen.