Janmadinam
Werk
Sarasu ist zur Entbindung in ein Krankenhaus gekommen. Amma, ihre Mutter, begleitet sie, um ihr beizustehen. Während der Stunden des Wartens verlieren Zeit und Raum ihre Gültigkeit. Sarasu, die als Fernsehreporterin in Bombay arbeitet, führt ein Tagebuch, dem sie ihre innersten Gefühle anvertraut. Dadurch erfahren wir, daß sie von ihrem Vater gezwungen wurde, Raghu zu heiraten, obwohl sie Ajay, einen Kameramann, liebte. Eines Tages, wenige Monate nach ihrer Heirat, ist sie in Bombay auf dem Weg zu ihrem Mann. Unterwegs sucht sie Ajay auf. Es ist das Jahr 1993, und es herrscht Bürgerkrieg. Nach dieser Begegnung muß Sarasu sich endlich entscheiden. Und Amma erkennt, daß auch sie einen Standpunkt einnehmen muß. „Suma Josson, Autorin, Poetin und Dokumentaristin, hat ihrem Film eine nicht-lineare Struktur gegeben – ungewöhnlich für einen indischen Film – und benützt sie ganz ungezwungen. Obwohl sich das äußere Geschehen in einem Krankenhaus abspielt, findet der größte Teil des Films in den Köpfen der beiden Protagonistinnen statt, in ihrer beider Erinnerung an die Vergangenheit und in ihren Visionen von der Zukunft. Mit einer solchen Struktur sind wir, die wir an die Dauer-Diät linearen Erzählens gewöhnt sind, nicht gerade vertraut. Sie besitzt jedoch eine unmittelbare Anziehungskraft, die zu eigenen Gedankenprozessen anregt.“
