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Werk


Julian L. Goldberger    → Biografie anzeigen   
USA
1998
Englisch
1999
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Der Junge starrt über den Tisch hinweg, mit offenem Mund, wie in Trance. Ein uniformierter Gefängniswächter starrt zurück. Schließlich blinzelt der Junge einen Moment lang. „Das war’s, Junge, du hast verloren“, sagt der Wächter. Selbst als die Aufseher, die die aneinandergeketteten Gefangenen bewachen, abgelenkt sind, verpaßt der Junge, er heißt Kazinski, beinahe seine Chance. Aber als die anderen Gefangenen davonlaufen, reagiert auch er. Er springt ihnen nach, in die Orangenplantage hinein. Als sich die Sümpfe Floridas um sie herum schließen, beobachet Kazinski die vorbeigleitenden Alligatoren. Die anderen Ausbrecher halten ihn für stumm, und tief in den Sümpfen lassen sie ihn allein zurück – wie alle anderen zuvor. Der Junge zieht weiter, und er beobachtet die Welt, die er durchquert… „Von der ersten Einstellung an zeigt der Film ein völliges Desinteresse an den gängigen Klischees der Gefängnisausbruchsfilme und Road Movies. Stattdessen konzentriert sich Regisseur Julian L. Goldberger rigoros auf seinen Antihelden, Ryan Kazinski, und dessen unerbittlichen psychischen und physischen Werdegang. Lange Sequenzen zeigen mit reduzierten Geräuschen Ryans Verwandlung. Das Ergebnis ist ein Film von sanftem, subtil moduliertem Rhythmus, der den neuen amerikanischen Süden perfekt einzufangen scheint.“
Noah Cowan