La vie sur terre

Werk


Das Leben auf Erden
Life on Earth
Abderrahmane Sissako    → Biografie anzeigen   
Mali
1998
Bambara, Französisch
1999
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Der aus Mauretanien stammende Regisseur Abderrahmane Sissako fährt von Paris nach Mali, um im Dorf seines Vaters die Jahrtausendwende zu erleben. Er steigt auf ein Fahrrad, streift durch die Gassen, über die Felder und Plätze des Dorfes, trifft dabei auf Nana, eine junge Frau, die wie er nur zu Besuch ist. Halb dokumentarisch, halb fiktiv schildert der Film das Dorfleben, dessen Alltag das Jahrtausendereignis kaum berührt, und reflektiert – aus dem Off formuliert und durch Zitate von Aimé Césaire angereichert – die komplizierte Beziehung zwischen Europa und Afrika. “Auf einen Schlag werden wir nach Sokolo versetzt, in ein kleines Dorf in Mali, in eine afrikanische Welt, von der man auf einen Blick weiß, daß sich fast niemand mehr für sie interessiert. Eine Herausforderung für Sissako, den einsamen Botschafter eines Kontinents, dessen Stimme und Bilder immer mehr verlöschen. Sissako rettete sich, stolz und entschieden, indem er einen Film auf seine Art machte: als Hommage an die Seinen, in der er von der Rückkehr ins Land seiner Kindheit erzählt, mit Respekt für die anderen, uns andere, denen er den beklagenswerten Zustand der Welt beschreibt, um sie schließlich mit einem ermutigenden Minnegesang zu preisen. Deshalb lautet die verborgene Philosophie dieses nachdenklichen Films: Das Beständige wird immer über den Lauf der Zeit siegen.” Gérard Lefort