Good Sister / Bad Sister

Werk


Liza Johnson    → Biografie anzeigen   
USA
1996
Englisch
1997
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Folgendes ist eine Tatsache im amerikanischen Feminismus: Courtney Loves Mutter war Katherine Powers Therapeutin. In GOOD SISTER/BAD SISTER geht es um das Auf-der-Flucht-sein. Therapie. Rock'n'Roll. FBI-Schikane gegen Lesben. Das Vermächtnis des radikalen Feminimus und die Erinnerung an ihn. Lippenstift. Gewalt. Kapitulation. Banküberfall. Generationenkonflikt. Geschichte. Liza Johnson's GOOD SISTER/BAD SISTER ist eine komplexe Untersuchung der Privatsphäre und der Rollen, die zwei verschiedene feministische Medienereignisse spielen: Courtney Love und Katherine Power. Mit Mitteln des Dokumentarfilms - wie Interviews und theatralischen Episoden - bringt Johnson die ewige Baby-doll Grunge-Rockerin Courtney Love mit Katherine Power zusammen, einer Aktivistin in den sechziger Jahren, die dreiundzwanzig Jahre lang vom FBI verfolgt wurde. Mit Linda Carroll, die zufällig Loves Mutter und gleichzeitig Powers Therapeutin ist, als Bindeglied entwickelt Johnson einen vielschichtigen Dialog zwischen den Frauen, der weibliche Überschreitungen in der Öffentlichkeit veranschaulicht und kommentiert. Wenn 'Feminismus' noch immer ein Schimpfwort der neunziger Jahre ist, wie kämpfen dann Frauen gegen die amerikanischen Zustände an, ohne einfach nur schlimme Mädchen in einer von Männern dominierten Welt zu sein? (...) "Dürfen wir, bloß weil aus den Utopien der sechziger Jahre nichts geworden ist, keine eigenen entwickeln?"