Nachlaß
Werk
In NACHLASS fungieren die Alltagsgegenstände einer Immigrantin nach Kanada als Platzhalter für all die Information, die zwangsläufig zwischen Sprachen und Kulturen im Prozeß der Migration verlorengeht. Doch während diese erste Geschichte der Jahrhundertwende ohne Schrift abläuft, kreist sich die heutige Fortsetzung in Deutschland, das sich „kein Einwanderungsland“ nennt, gerade um die Frage der Bezeichnung.
„Der Ton spricht von der Vermittlung von Geschichte über Erzählungen und Fotos, über die Vermischung von direkten und medialen Erinnerungsbildern. Fast an der Grenze zum Fotofilm, machen die Dinge in ihrer stillen Präsenz die durch den Tod eines Menschen entstehende leere Stellen erfahrbar. Es sind banale Gegenstände, aufgeladen von den Emotionen subjektiver Erinnerung. Die Bewegungen der Objekte sind zart und unmerklich, ein leichtes Klingen liegt über den Dingen, Nippesfiguren, die höfische Rokoko-Pärchen in rosa und hellblau darstellen, werden von einem ukrainischen Lied begleitet. [...] Dinge, die etwas über Geschichte und Tradition erzählen, wenn die Sprache schon längst auseinandergelaufen sind.“
(Madeleine Bernsdorff, 100 Jahre Frauen und Kino, 1996)
„Der Ton spricht von der Vermittlung von Geschichte über Erzählungen und Fotos, über die Vermischung von direkten und medialen Erinnerungsbildern. Fast an der Grenze zum Fotofilm, machen die Dinge in ihrer stillen Präsenz die durch den Tod eines Menschen entstehende leere Stellen erfahrbar. Es sind banale Gegenstände, aufgeladen von den Emotionen subjektiver Erinnerung. Die Bewegungen der Objekte sind zart und unmerklich, ein leichtes Klingen liegt über den Dingen, Nippesfiguren, die höfische Rokoko-Pärchen in rosa und hellblau darstellen, werden von einem ukrainischen Lied begleitet. [...] Dinge, die etwas über Geschichte und Tradition erzählen, wenn die Sprache schon längst auseinandergelaufen sind.“
(Madeleine Bernsdorff, 100 Jahre Frauen und Kino, 1996)