Madagascar

Werk


Fernando Pérez    → Biografie anzeigen   
Kuba
1994
Spanisch
1995
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Ein Beziehungsproblem als Generationskonflikt bildet den Angelpunkt der Geschichte. Mutter und Tochter verstehen sich und die Welt nicht mehr - eine Desorientierung, die die Physikprofessorin bis in die Träume verfolgt und das Mädchen in eine Traumwelt fliehen läßt: nur weit weg, eben nach Madagaskar. Sie befinden sich ständig im Aufbruch, ziehen pausenlos umher, aber die äußere Mobilität ist nur Flucht vor der inneren Verkrampfung. Die Tochter zieht es in eine Religionsgemeinschaft, die wenigstens den Anschein erweckt, als ob man dort 'abheben' könnte. Die Mutter muß erkennen, daß es für sie, die gerade wieder ausgezeichnete Wissenschaftlerin, keinen Platz mehr gibt in einer innerlich ausgehöhlten und zunehmend desorientierten Gesellschaft.