The Ties That Bind

Werk


Su Friedrich    → Biografie anzeigen   
USA
1984
Englisch

„THE TIES THAT BIND, dieser Film ist gekennzeichnet durch eine große Spannung zwischen Ton und Bild. Seine Erzählung, gesprochen von einem jungen Mädchen, verweist auf 'ein Mädchen' und ihren Vater in der dritten Person. Die Bildebene zeigt viele Mädchen und Väter – Friedrichs eigene Familienfilme gemixt mit 'found footage' und weiterem Originalmaterial, das ebenfalls von Friedrich aufgenommen wurde.
Friedrich verleibt ihren eigenen Arbeiten regelmäßig Aufnahmen unbekannter Personen ein, um die Parameter ihrer eigenen Identität zu erforschen – die Identität als Frau und als Lesbisch. Im Unterschied zu den Konventionen des autobiografischen Filmens weicht sie ab von einem 'persönlichen sich Ausrdrücken' als Schlüssel zu Identität. Vielmehr kämpft sie mit Sozialkodes und kulturellen Konstruktionen.“
(Cathrine Russel)
„Indem ich THE TIES THAT BIND machte, versuchte ich nicht ein Portrait aller Deutschen oder aller deutschen Frauen zu machen. Genauso wenig ging es mit um eine Erklärung für der Krieg oder das Nationalsozialismus. Der Film begann als eine persönliche Erforschung des Lebens meiner Mutter vor und während der Krieges, besonders der Zeit zwischen dem 10. und 28. Lebensjahr... Es ging mit darum, einen eher einen subjektiven und 'begrenzten' Ansatz zu nehmen... Ich machte den Film, um das Leben einer 'gewöhnlichen' Frau in außergewöhnlichen Umständen darzustellen... Und so fragte ich mich immer wieder:... Wenn ich sie gewesen wäre, hätte ich mehr Widerstand geleistet, wissend, dass ich dafür wahrscheinlich sterben müsste?... Ich habe Bilder meiner Mutter aus ihrem gegenwärtigen Leben in Chicago mit Geschichten ihrer Vergangenheit überkreuzt, zum eine, weil sie diese frühen Erfahrungen immernoch quälend verfolgen, zum anderen, weil ich nicht trennen kann zwischen der, die sie heute ist, und der, die sie durch Krieg und den Nationalsozialismus geworden ist. Doch unterhalb dessen scheint dies eine Konversation zwischen den von mir gemachten Bildern und dem von ihr geformten Ton zu erzeugen.“ (Su Friedrich)