Intervals of Silence: Being Jewish in Germany

Werk


Asynchron. Dokumentar- und Experimentalfilme zum Holocaust ( )
Deborah Lefkowitz    → Biografie anzeigen   
USA
1990
Deutsch, Englisch

Lefkowitz thematisiert in INTERVALS OF SILENCE: BEEING JEWISH IN GERMANY den Umgang von Deutschen mit der nationalsozialistischen Vergangenheit und das heutige Zusammenleben von Juden und Nichtjuden. Die Regisseurin lässt Bewohner der westfälischen Stadt, aus der ihr Ehemann stammt, zu Wort kommen; um welche Stadt es sich handelt, bleibt auf Wunsch der Interviewten unerwähnt. Die Mitwirkenden – sie gehören ganz unterschiedlichen Altersgruppen an – erzählen über eigene Erlebnisse während des ›Dritten Reichs‹ bzw. über ihre Haltung zur deutschen Vergangenheit oder über das Zusammenleben von jüdischen und nichtjüdischen Menschen in Deutschland. Während sie zu hören sind, sind nicht die Interviewten zu sehen, sondern Bilder von der Stadt, in der sie leben. Zusätzlich sind ihre Äußerungen in Textform in die teilweise mit Slow-Motion-Effekten verfremdeten Aufnahmen von dem Ort eingearbeitet: teilweise im Stil von Untertiteln in den unteren Teil des Bildes integriert, manchmal im oberen Bildraum, manchmal links, manchmal rechts. Lefkowitz’ wichtigstes Werkzeug, um Aussagen für sich stehen zu lassen, um ihnen Nachhall zu geben oder um die Schwierigkeit des Sprechens über bestimmte Themen und die Diversität von Ansichten zu verdeutlichen, ist jedoch die Stille.