Woschozdenie
Werk
In Schepitkos letztem Film werden zwei Partisanen im Winter 1942 auf der Suche nach Lebensmitteln von den Nazis gefangen genommen und zum Tode verurteilt. Einer der beiden entzieht sich dem Urteil durch die Kollaboration mit den Deutschen. In der Konzentration auf wesentliche Momente der Handlung arbeitete Schepitko in der Kontrastierung der beiden Protagonisten Rybak und Sotnikow unterschiedliche Verhaltensweisen angesichts des sicheren Todes heraus. Die Auseinandersetzung um Verrat, Angst und innere Stärke zieht mit biblischen Motiven direkte Parallelen zur Passionsgeschichte. "Ich fand den Gedanken höchst wichtig, dass das Sowjetvolk nicht nur mit den Waffen, sondern auch mit seiner Geistesstärke, seiner Moral und Ethik gesiegt hat. Dem Fluss der Erzählung folgend, haben wir nach den Quellen dieser Eigenschaften gesucht, um die Größe des Heldentums zu veranschaulichen." (Larissa Schepitko)