The Murder of Fred Hampton
Werk
Ende 1968 begannen Mike Gray und Howard Alk mit der Dokumentation des Black-Panther-Aktivisten Fred Hampton. Als dieser im Rahmen einer Aktion der Chicagoer Polizei in seinem Appartement erschossen wurde, veränderte dies auch den Film. Während die erste Hälfte Hampton porträtiert, dreht sich die zweite um die Ereignisse am 4. Dezember 1969. Bilder der etablierten Medien werden mit Aufnahmen aus dem Appartement und Zeugenaussagen gegengeschnitten. Der Film kommt zu eben der Erkenntnis, die der Titel schon vorwegnimmt: dass der Tod von Fred Hampton nicht das Resultat seines bewaffneten Widerstands, sondern – schlicht und einfach – Mord war. Es verwundert nicht, dass ein Kopierwerk in Chicago sich weigerte, den Film zu entwickeln und eine Zeitung keine Werbeanzeigen schalten wollte. Der Film hatte eine mediale Gegenöffentlichkeit geschaffen, die auf entsprechenden Gegenwind stieß.