Beoryochin usan

Werk


Beoryochin usan
Beoryochin usan
Der weggeworfene Regenschirm
Der offene Film ( )
Cho Chin
Republik Korea
1985
Koreanisch
1988
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Zusammen mit ihrem Vater und ihrem geistig behinderten Bruder verdient Kyung-Sook ihr Geld mit der Herstellung von Regenschirmen. Eines Tages merkt sie, dass ihrem Bruder die Haare büschelweise ausfallen, doch im Krankenhaus können die Ärzte nichts feststellen. Bei ihren Nachforschungen stößt Kyung-Sook auf den Verein der Koreanischen Atombombenopfer, der ihre Befürchtung bestätigt. Sie
erfährt, dass ihre Mutter als Zwangsprostituierte nach Japan verschleppt  worden war und beim Atombombenabwurf auf Nagasaki schwer verstrahlt worden. Aus Scham hatte der Vater nie vom Schicksal der Mutter erzählt.

Zwischen 1938 und 1945 wurden etwa zwei Millionen Koreaner*innen von der japanischen Besatzungsmacht gezwungen, im gesamten Gebiet des Japanischen Kaiserreichs Zwangsarbeit zu leisten. Tausende Mädchen und Frauen wurden an die Fronten verschleppt und als sogenannte
Trostfrauen zur Prostitution gezwungen. Bei den Atombombenabwürfen auf Hiroshima und Nagasaki kamen mehr als 40.000 koreanischstämmige Zwangsarbeiter*innen ums Leben, über 30.000 erlitten schwerste Verstrahlungen. Bis heute erkennt die japanische Regierung ihre Verantwortung für die Opfer nicht an.