The Birth of Magellan: Cadenzas I & XIV

Werk


Hollis Frampton    → Biografie anzeigen   
USA
1977 – 1980
1985

"Entsprechend der kalendarischen Ordnung des Magellan-Zyklus ist Cadenza I die Premiere eines 369 Tage währenden Vorführzyklus. Cadenza I steht sowohl am Anfang des gesamten Werks wie auch am Anfang der ersten Hauptsektion (The Birth of Magellan) und präsentiert uns demgemäß vielschichtige Hinweise auf die Schöpfung, die Geburt, den Anfang aller Dinge. Der Film beginnt mit einem kurzen Schwenk über den Buchstaben 'A' in einem Marmorrelief. Man hört ein Orchester, das sich einstimmt, während die Leinwand von farbigen Lichtblitzen erhellt wird. Darauf folgt ein heftiger Regensturm; die Leinwand verdunkelt sich.
Im Hauptteil des Films vermischt Frampton das informelle farbige Portrait einer Hochzeit, die vom Geräusch eines konservierten Beifalls begleitet wird, mit Szenen aus einer sehr alten Filmkomödie. ...
In Abwandlung des Beifallklatschens aus Cadenza I ist das Geräusch eines Gelächters (wiederum konserviert) das vorherrschende Tonelement in Cadenza XIV. Nach einer kurzen dunklen Passage, während derer eine Kriegsmelodie zum Rhythmus einer Trommel zu hören ist, erscheint das Bild eines riesigen Industrie-Turmes zur Begleitung von an- und abschwellendem Gelächter. Dieses riesige, flammende Phallus-Symbol wird von verschiedenen Positionen und in verschiedenem Licht gesehen; die Sequenz kulminiert in wilden abstrakten Zuckungen nächtlicher Bewegung. Die Gelächter-Tonspur setzt sich in Form einzelner Aufwallungen und Ausbrüche den ganzen Film hindurch fort."
(Bruce Jenkins)