So Is This
Werk
"SO IS THIS transformiert ein elegant einfaches Konzept in ein unvorhersehbares, reichhaltiges Erlebnis. Der Film ist ein Text. Jede Einstellung besteht aus einem leinwandfüllenden Wort in weißen Buchstaben vor schwarzem Hintergrund. Mit formalistischer Kriegslust droht SO IS THIS seinen Zuschauern, sie zum Lachen zu bringen, zum Weinen und dazu, 'die Gesellschaft zu verändern'. Auch Beichte abzulegen, verspricht er. Zwar hat der Film sehr viel von Snows Persönlichkeit - seine 'Canadian-ness', seine Bevorzugung von Humor gegenüber Ironie, seine Obsession für die Chronologien der Kunstwelt (wer hat was zuerst gemacht). Doch die einzige Beichte, die abgelegt wird, ist sein stillschweigendes Eingeständnis, für Kritik empfänglich zu sein. Snow nutzt die ganze Breite des Diskurssystems seines Films, um sein Publikum zu verulken. Vieles davon ist ziemlich witzig, doch SO IS THIS ist mehr als eine Ansammlung von Gags. Snow gelingt es, sowohl Bild als auch Text zu entfremden und kreiert eine Art bewegte konkrete Poesie. Gleichzeitig macht er einer theoretischen Debatte, die seit den 60er Jahren sporadisch geführt wird (Ist Film eine Sprache?) einen Strich durch die Rechnung.
Wenn du ihn lässt, erweitert Snows Film deine Definition davon, was Film sein kann - das ist Kino und SO IS THIS"
(Jim Hoberman)
Wenn du ihn lässt, erweitert Snows Film deine Definition davon, was Film sein kann - das ist Kino und SO IS THIS"
(Jim Hoberman)
