Joyce Wieland→ Biografie anzeigen← Biografie schließen Geboren 1931 in Toronto, Kanada. Gestorben 1998.
Filmemacherin und bildende Künstlerin.
„Ihren ersten Film machte sie 1958. 1962 zog sie nach New York, wo sie ein Gründungsmitglied der Strukturalistischen Filmbewegung wurde.
Wielands Filme untersuchten den filmischen Apparat, das Spiel mit Licht, Reflektionen, Maskierung und Linsen, den Einsatz von Startband, das Durchlöchern der Emulsion und andere, ähnliche Verfahren des strukturellen Films. Sie waren zudem in ihrere Struktur präzis formal. Viele von ihnen sind Einzelbildfilme oder basieren auf einer einzigen formellen Prämisse wie zum Beispiel einer Schnitttechnik (etwa Wiederholung oder „Looping“) oder einer speziellen Aufnahmeart. Wielands Filme waren immer auch sehr persönlich und sinnlich, oft lyrisch, meditativ oder rituell und auf skurrile Weise humoristisch. Ihre Art, Text auf der Leinwand in Verbindung mit bestimmten Bildern oder Schnitttechniken einzusetzten, wie auch ihre Auseinandersetzung mit Erzählformen, nehmen viele der Themen der dekonstruktivistischen, semiotischen oder oppositionellen Avantgarde vorweg. Ihre erotische Selbstreflektivität – sie nutzte ihren Körper als Teil ihrer Arbeiten – antizipierte das, was später als 'l'ecriture feminine' bekannt wurde.“
(Kay Armatage)
Kanada
1968
Kein Dialog
„Joyce Wieland setzt sich in 1933 und Sailboat mit Bewegung auseinander... In Sailboat zeigt sie, wie in einer Schleife, Segelboote, die von links nach rechts aus dem Bild fahren.“
(Birgit Hein)