Photosynthesizing Dead in Warehouse

Werk


Photosynthesizing Dead in Warehouse
Photosynthesizing Dead in Warehouse
Photosynthesizing Dead in Warehouse
Photosynthesizing Dead in Warehouse
Jeamin Cha    → Biografie anzeigen   
Republik Korea
2024
Japanisch, Koreanisch
2025
14. Februar 2025, Berlinale 2025, 20. Forum Expanded

Hölzerne Kisten – mit gläsernen Hauben abgedeckt – stehen in einem verlassenen Haus, das schon seit längerem unbewohnt ist. Die Szenerie wirkt zugleich wie ein einsames Museum, wie die Vision einer kargen, nahen Zukunft und wie ein Wohnhaus, in dem ein Innenausbau stattfindet. Aufnahmen von in den Glaskästen verrottenden Früchten werden mit Briefen eines Forschers unterlegt, der die Kusōzu studiert – buddhistische Gemälde, auf denen neun Stadien der Zersetzung eines toten Körpers dargestellt werden und die mit dem Erlangen des Zustands der Impermanenz in Verbindung gebracht werden.
Photosynthesizing Dead in Warehouse ist so etwas wie ein Neo-Kusōzu. Der Film dokumentiert Verfall und stellt Fragen zum Tod. Die Erzählung setzt sich aus Fragmenten eines E-Mail-Austauschs und verschiedenen Auszügen aus der Untersuchung der Kusōzu zusammen und untersucht die Gründe für unseren Wunsch nach der symbolischen Erfahrung des Todes – beziehungsweise unserer Unfähigkeit dazu. Diese Arbeit ist ein Essayfilm über das Betrachten von Dingen, wie sie sind, das Erfinden von Geschichten, um ihnen Sinn zu geben, und darüber, was uns – während wir diese beiden sich gegenseitig beeinflussenden Stränge verfolgen – zurückhält und was uns befreit.