for here am i sitting in a tin can far above the world
Werk
Frankreich
2024
Englisch
2024
19. Februar 2024, 19. Forum Expanded
Der experimentelle Zwei-Kanal-Film untersucht die Verbindungen zwischen Kryptokultur und Kryogenik – zwei spekulative Technologien, für die Zukunft zum wirtschaftlichen Rohstoff wird, den es auszubeuten gilt. Durch Collagen von YouTube-Videos, Archivbildern und 3-D-Animationen werden Bezüge zwischen Finanzspekulation, spekulativer Science-Fiction und der Vorhersage und Kontrolle der Zukunft beleuchtet.
Eine unsichtbare Erzählerin erforscht die Fantasien, die Kryptowährungen transportieren, und berichtet von ihren intimen Träumen und Ängsten. Sie begleitet uns auf einer traumhaften, poetischen, historischen und futuristischen audiovisuellen Reise und bringt die Figur des US-amerikanischen Extropianisten und Cypherpunks Hal Finney ins Spiel, eine Schlüsselfigur in der Geschichte von Bitcoin. Seit 2014 ist Finney zudem Kryogenik-Patient. Im Traum der Erzählerin integriert Finney nach einer zukünftigen Großen Depression einen Teil der Gesellschaft, der sich in einen Zustand des Scheintods bzw. in subsidierter Biostase hat versetzen lassen, um die Erholung der Wirtschaft zu beschleunigen.
Die „Scheintod“-Erfahrung des kurzfristigen Schwebens nutzt der Film für Überlegungen zu einer Epoche der Geschichte, die von einem hohen Grad an Unsicherheit geprägt ist. Hervorgerufen wird diese durch die beschleunigte Disruption neuer Technologien und die vielfältigen Auswirkungen des Anthropozäns. Schwebt die Menschheit in der Ungewissheit? Oder befinden wir uns im freien Fall?
Eine unsichtbare Erzählerin erforscht die Fantasien, die Kryptowährungen transportieren, und berichtet von ihren intimen Träumen und Ängsten. Sie begleitet uns auf einer traumhaften, poetischen, historischen und futuristischen audiovisuellen Reise und bringt die Figur des US-amerikanischen Extropianisten und Cypherpunks Hal Finney ins Spiel, eine Schlüsselfigur in der Geschichte von Bitcoin. Seit 2014 ist Finney zudem Kryogenik-Patient. Im Traum der Erzählerin integriert Finney nach einer zukünftigen Großen Depression einen Teil der Gesellschaft, der sich in einen Zustand des Scheintods bzw. in subsidierter Biostase hat versetzen lassen, um die Erholung der Wirtschaft zu beschleunigen.
Die „Scheintod“-Erfahrung des kurzfristigen Schwebens nutzt der Film für Überlegungen zu einer Epoche der Geschichte, die von einem hohen Grad an Unsicherheit geprägt ist. Hervorgerufen wird diese durch die beschleunigte Disruption neuer Technologien und die vielfältigen Auswirkungen des Anthropozäns. Schwebt die Menschheit in der Ungewissheit? Oder befinden wir uns im freien Fall?