Format: 16mm
Verleihstatus: Ausleihbar
Fassung: OF
Laufzeit in Minuten: 26
Farbe: Farbe
Ton: Lichtton
Bildformat: 1:1,37
Bilder pro Sekunde : 24
Länge in Meter: 281
Gewicht: 1,3
Anzahl Akte: 1
Claudia Schillingers Film Hermes ist heikel. Wäre er es nicht, hätte er sein Thema verfehlt. Das Thema: visuelle und körperliche Lust zwischen Erwachsenen und Kindern. Ginge es ihr darum, die Grenzüberschreitungen der Erwachsenen als Misshandlungen zu markieren, müsste der Film nicht heikel sein. Doch es geht ihr um die Lust. Und diese ist bekanntlich nicht genau, eindeutig und verbindlich festzumachen, insbesondere nicht zwischen den Polen Zärtlichkeit und Gewalt. Diesen Zwischenbereich zur Sprache zu bringen und in Bildern zu untersuchen, ist ein ebenso schwieriges und lohnendes wie heikles Unternehmen.
Der Film erzählt zwei Geschichten, die des Mannes Hermes, der von sich sagt, er liebe Jungen, und die der Filmemacherin selber. Ihre Frage nach den Lüsten verbindet beide Geschichten, lässt sie einander Spiegel sein; die Lust des Erwachsenen am Kind, die Lust des Kindes und die Lust des Erwachsenen an dem Kind, das er einmal selber war.
(Karin Mertens)
(Da Hermes anonym bleiben wollte, wurde das Gespräch mit einem Schauspieler nachinszeniert.)