Format: 16mm
Verleihstatus: Ausleihbar
Fassung: OF
Laufzeit in Minuten: 8
Farbe: Farbe
Ton: Lichtton
Bildformat: 1:1,37
Bilder pro Sekunde : 24
Länge in Meter: 83
Gewicht: 0,4
Anzahl Akte: 1
71 wurde im Oktober 2004 während eines fünftägigen Aufenthalts in Taipeh auf Super 8 gedreht. Durch bewusstes Experimentieren mit dem Farbmaterial erfuhren die Aufnahmen eine malerische, abstrakte Komponente; es entstand der Super 8-Film „Run, Don’t Walk“, der im März 2005 in Brighton/England uraufgeführt und musikalisch von „Urban Myth“ live improvisiert wurde.
Ausgangspunkt der Filmaufnahmen war die Schwierigkeit der Filmemacherin, sich im Stadtraum zu orientieren und die Empfehlung, sich deshalb auf die Ampelmännchen zu konzentrieren.
Durch die Bearbeitung des stummen Super 8-Materials an der optischen Bank auf 16mm – die Verwebung des Super 8-Materials mit Dias und Fotonegativen – und die für die Künstlerin typische Arbeit mit Mehrfachbelichtungen und Überblendungen entstand eine lyrische Reiseimpression, die mit Musik von „Urban Myth“ und „Betel Nut Brothers“ (Taiwan) untermalt ist.
Die ineinander kippenden Details, in schneller Folge sich verflechtenden Beobachtungen des städtischen Alltags visualisieren und transportieren den Gefühlszustand der Künstlerin zum Zeitpunkt der Aufnahmen: das Gefühl der Absurdität, das Gestalt annimmt, wenn man in fünf Tagen quer durch die Weltgeschichte reist, ohne die Möglichkeit zu haben, inne zu halten, irgendwo richtig anzukommen.
Die Komposition der unterschiedlichen Ausgangsmaterialien entfaltet sich in seiner malerischen Textur in sattem Rot, grazilen Gelbtönen und sanften Blaufacetten, die die Farbskala eines asiatischen Stadtraums nochmals atmosphärisch verdichten und in der Wahrnehmung des Betrachters nachklingen lassen.
