Format: Digital Betacam
Verleihstatus: Ausleihbar nach Rücksprache
Fassung: OmU
Sprache der Untertitel: Englisch
Laufzeit in Minuten: 300
Farbe: Farbe
Anzahl Akte: 5
Das Shengyang-Stahlwerk war das größte in China. Es wurde 1934 als Sangold-Fabrik aufgebaut und erlebte eine wechselvolle Geschichte – wie das gesamte Tiexi-Revier, eines der wichtigsten chinesischen Industriegebiete. Seinen Niedergang beschreibt Wang Bing in dieser ungewöhnlichen Dokumentation. 1936 hatten die Japaner hier eine Fahrradfabrik gegründet. Sie ging 1995 bankrott – als erstes Unternehmen im Industrie-Revier Tiexi. Mehr als 9.000 Arbeiter verloren ihre Stelle. 1943 hatten die Japaner die ’Nagelfabrik Mandschurei’ geschaffen, die in Wirklichkeit Bajonette für die japanische Armee produzierte. 1997 machte auch dieser Betrieb Konkurs und entließ 6.000 Arbeiter. Der Film dokumentiert ihren Alltag vor der Schließung und zeigt den allmählichen Auflösungsprozess. Den Tiexi-Distrikt durchziehen vier Bahnstrecken. Sie sind inzwischen zum Ziel von Obdach- und Arbeitslosen geworden, die Teile der Fracht von den fahrenden Waggons zu entwenden versuchen. Inmitten einer mit Lagerhäusern und Schuppen bebauten Gegend wohnten viele der hier arbeitenden Menschen, die im Zuge des Sanierungsprozesses vertrieben werden sollen. Auch diesen Konflikt zwischen mehr als 700 Familien und den staatlichen Geschäftemachern hat Wang Bing in seiner außerordentlichen Video-Dokumentation festgehalten, die den tiefgreifenden Transformationsprozess in China eindringlich vor Augen führt.
