Fantômes

Kopie | zum Werk


Format: 35mm
Verleihstatus: Ausleihbar nach Rücksprache
Fassung: OmU
Sprache der Untertitel: Deutsch
Laufzeit in Minuten: 93
Farbe: Farbe
Ton: Lichtton
Bildformat: 1:1,85
Bilder pro Sekunde : 25
Länge in Meter: 2551
Gewicht: 18,6
Anzahl Akte: 5

In Paris verschwinden Menschen, andere tauchen auf ebenso mysteriöse Weise wieder auf. Ein Beispiel: Mouche trauert um Bruno, ihren Geliebten, der bei einem Motorradunfall ums Leben kam, und ruft so eindringlich nach ihm, dass er zurückkommt. Als sie sich zu sehr an ihn klammert, sagt Bruno zu ihr – und das verleiht seiner Figur etwas Vampirhaftes: „Wenn du mich nicht gehen lässt, wirst du mit mir zusammen verschwinden.“ Sie hält ihn trotzdem fest, und im Morgengrauen sind beide verschwunden. Man findet nur die Schnur, mit der sie zusammengebunden waren. Ohne Bruno war Mouche wie ein Spiegel, wenn man so will, ein Geist im übertragenen Sinn. Jetzt gehört sie tatsächlich zur Schattenwelt. Dann ist da noch Antoine. Er wird von einem Geist geweckt: der Erinnerung an seine erste Liebe, die er verlassen hat, um nach Paris zu gehen. Dieser Geist ist ebenso beunruhigend wie beruhigend. Beunruhigend, weil er das Scheitern von Antoines Bemühungen symbolisiert. Jean Paul Civeyrac: „Wenn man an die Toten denkt, holt man sie zurück – diese Vorstellung geht auf Maeterlinck zurück, dessen symbolistischer Einfluss im Film deutlich zu spüren ist. Ich wollte eine unstete Welt entwerfen, ein Helldunkel, in Zeitlupe, mit Szenen, die wie fremdartige Rituale wirken. Ich habe versucht, eine Art Träumerei zu inszenieren, in der die Lebenden und die Toten verschmelzen. Ich war auf der Suche nach einer Atmosphäre der Wunder in einem Paris, das immer mehr vergiftet wird.“
Spirits
Jean Paul Civeyrac    → Biografie anzeigen   
Frankreich
2001
Französisch
2002
Download